Radio/TV Programmdrucken

clockwork klassik

SEPTEMBER/OKTOBER

News

"Zwischen zwei Welten"

Ein Portrait des griechischen Komponisten Nikos Skalkottas

Der Pianist und Musikwissenschaftler Aris Radiopuoulos skizziert ein Portrait des griechischen Komponisten Und Schönbergschülers Nikos Skalkottas. der als Wegbereiter der Neuen Musik in seiner Heimat gilt. In seiner Musik spiegelt sich nicht nur der griechische Geist, sondern auch der Riss des 20. Jahrhunderts: wie schreibt man eine "wahre" Musik, die die eigenen manchmal avantgardistischen Ziele nicht verrät, ohne dabei den Anschluss an die breiten Massen zu verlieren?

Düsseldorf - Mittwoch, 2. Februar 2000, 19:30 Uhr
Weiterbildungszentrum am Hauptbahnhof, Saal II
Bertha-von Suttner Platz 1
Eintritt: 6,-DM

tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf 24. 09. 20:00 Uhr - 26. 09. 11:00 Uhr - 27. 09. 20:00 Uhr
3. Symphoniekonzert der Düsseldorfer Symphoniker. Ravel: Alborada del gracioso - Prokofiev: Violinkonzert No. 2 - Holst: Die Planeten - Dir. Salvador Mas Conde.

Daniel Hope springt für Vadim Repin mit dem 2. Violinkonzert von Prokofiev ein. Am Montag den 27. gibt's nach dem Konzert einen Talk mit Daniel Hope für alle interessierten Zuhörer - ein Beispiel das Schule machen sollte.

John HarbisonJohn Harbison

Am 20. Dezember 1999 stehen an der Metropolitan Opera New York zwei bedeutende Amerikaner im Mittelpunkt: der Komponist John Harbison und der Schriftsteller F. Scott Fitzgerald. Das Opernhaus präsentiert an diesem Tag sein Auftragswerk "The Great Gatsby". Es handelt sich dabei um die erste Auftragskomposition der Met seit vielen Jahren.

Harbison, der 1987 mit dem Pulitzer Preis für sein Werk "Die Flucht nach Ägypten" ausgezeichnet wurde, schrieb neben drei Symphonien und zwei Opern zahlreiche Chor-, Vokal- und Kammermusik-Kompositionen. Keines dieser Werke aber hat ihn so lange beschäftigt wie seine Adaption von Fitzgeralds 1925 veröffentlichter Novelle "The Great Gatsby". Der Stoff kreist um das Streben, die Desillusionierung, Hoffnung und schließlich den moralischen Fall des Protagonisten Gatsby.

Harbisons Beziehung zu dieser Novelle reicht bis in die eigene Jugend zurück. 1938 geboren, studierte er später an der gleichen Universität in Princeton wie Fitzgerald und war fasziniert von Werk und Persönlichkeit dieses Autors. Fitzgeralds zeitgeschichtliches Umfeld fiel in die Zeit des klassischen amerikanischen Jazz, den Harbison für seine Oper, aber auch für andere in Bezug auf "The Great Gatsby" stehende Kompositionen wie selbstverständlich adaptierte.

Bereits 1981 entwarf Harbison sein Szenario zur Oper und begann 1985 mit der Komposition. Im Vorwege entstand das konzertante Stück "Remembering Gatsby: Foxtrott für Orchester", das Robert Shaw mit dem Atlanta Symphony Orchestra 1986 zur Uraufführung brachte. Das Opernprojekt ruhte in den folgenden Jahren bis zu dem Zeitpunkt, als die Metropolitan Opera im Jahre 1992 den Auftrag an Harbison erteilte. Der genannte Orchester-Foxtrott ist nun auch Bestandteil der Opern-Ouvertüre. Die Tatsache, dass hier eine Ouvertüre dem Werk vorangestellt wird, wirft schon ein Licht auf die formale Struktur der Oper. John Harbison scheut keineswegs davor zurück, seine musikdramatische Umsetzung als mehr oder weniger deutlich aufbereitete Nummernoper zu gestalten. Die Oper besteht aus zwei Akten (vier Szenen im ersten und sechs Szenen im zweiten Akt).

Gewiß blieb Jack Claytons filmische Umsetzung des Stoffes aus dem Jahre 1974 mit Robert Redford in der Hauptrolle und Mia Farrow als Daisy nicht ohne Einfluß auf die Opernversion, vor allem mit Blick auf die Verwendung von Irving Berlins "What'll I Do?" zum Beispiel. Harbison schrieb die Texte zu seinen - man kann ruhig sagen - opernhaften Popsongs zunächst selber. Später jedoch zog er Murray Horwitz als Textdichter hinzu, der die Texte eingehend überarbeitete.

Die Uraufführung des neuen Werkes wird von James Levine geleitet. Jerry Hadley singt die Partie des Gatsby, Dawn Upshaw ist Daisy Buchanan und Mark Baker der Darsteller des Tom Buchanan.

Eine deutsche Erstaufführung ist bislang noch nicht geplant, wäre aber allein mit Blick auf das weltberühmte Sujet möglichst bald zu wünschen.

weitere Infos in engl.

skalkottasDüsseldorf

Aus Anlaß des 50. Todestags des griechischen Komponisten Nikos Skalkottas (1904 - 1949) organisiert der Skalkottas Freundeskreis die "Nikos Skalkottas-Woche" vom 16. - 22.10.99.

Konzerte am:16.10., 21.10., 22.10.99, jeweils ab 19.30 Uhr, Partika-Saal, Robert-Schumann-Hochschule, Fischerstraße 10, Düsseldorf. Nähere Informationen unter Tel.: 0211/2201963

Absage

Die Pianistin Martha Argerich mußte ihr für Sonntag, 19. Dezember 1999, 20 Uhr, geplantes Konzert mit Alexandre Rabinovitch und Yayoi Toda leider absagen. Wir freuen uns, daß es uns gelungen ist, die Sopranistin Montserrat Caballe für diesen Termin zu gewinnen! Montserrat Caballe wird gemeinsam mit ihrer Tochter Montserrat Marti (Sopran) und dem Tenor Oscar Marin ein Philharmonisches Weihnachtskonzert gestalten. Montserrat Caballe war zuletzt – gemeinsam mit ihrer Tochter – im Dezember 1998 in der Philharmonie zu erleben, wo sie ebenfalls ein umjubeltes Weihnachtskonzert gestaltete.

Der Vorverkauf für diese Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 19. August 1999. Karten zu 180,- / 160,- / 120,- / 85,- / 50,- / 20,- DM gibt es bei KölnTicket unter der Philharmonie Hotline 0221/280 280 und bei allen KölnTicket-Vorverkaufstellen.

www.koelner-philharmonie.de

Köln, Bürgerhaus Stollwerck - Dienstag, 28. 09. 20:00 Uhr - Mittwoch, 29. 09. 11:00 Uhr.

Contemporary Dance School at Ekaterinburg Centre of Modern Arts (Jekaterinburg / Rußland) Zerstörer der Unordnungen (Narushiteli Besporyadkov)

Eine Herbstgeschichte, irgend jemandem erzählt von irgend jemandem. Ein Erwachsener - Mann und Junge zugleich - trifft zufällig eine Frau. Er ist bereit zu sterben, sie versucht nicht, ihn davon abzuhalten. Vielleicht ist es nur ein Spiel, Erwachsene spielen Kindheit, Kinder spielen das Erwachsenenleben, ein endloses Leben voll von Höhen und Tiefen. Eine Welt gerät aus den Fugen...

Mit "Zerstörer der Unordnungen" hat Sasha Pepelyaev versucht, die Prinzipien und Ideen seiner Arbeit weiterzuentwickeln: bewußter Minimalismus der Bewegung und der Struktur des Stückes. Choreographie heißt für ihn in erster Linie die Freisetzung der Individualität der beteiligten TänzerInnen.

"Wenn zeitgenössischer Tanz versucht, davon zu erzählen, wie schrecklich das Leben ist, kann das furchtbar sein - schlechte Choreographie auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Pepelyaev, ein moderner russischer Choreograph ohne jegliches Interesse an Ballett, arbeitet jenseits aller choreographischen Einflüsse aus dem Westen und entgeht damit in 'Violators of Disorders' auf brillante, rauhe und ausgelassene Weise dieser Gefahr." (The Daily Telegraph, 11.11.1998)

Die "Contemporary Dance School" wurde 1996 mit über hundert SchülerInnen zwischen 9 und 30 Jahren gegründet. Das dreijährige Studium bietet den SchülerInnen eine weitgefächerte Ausbildung in klassischem Tanz, Jazz dance, modernem Tanz, Musikgeschichte und -theorie, Tanzgeschichte, Anatomie etc. Das Ziel der Schule ist nicht nur die Ausbildung von TänzerInnen, sondern vor allem die Weiterentwicklung des zeitgenössischen Tanzes in Rußland und des internationalen Austausches in einem Laboratorium der Experimente und Kreativität.

Choreographie und Regie
Sasha Pepelyaev

Lichtdesign
Nina Indrikson

Kostüme
Victoria Mozgovaya, Alyona Belonogova

Musik
Bely Ostrog, R. Dupere, D. Valter, O. Strokes

Es tanzen
Juliya Aksyonova, Juliya Balyakina, Natalya Gasheva, Tatyana Gichina, Xeniya Kardakova, Evgeny Martyanov, Margarita Rudko, Anna Ryabtseva, Ilya Shaburov, Stanislav Shmelin, Olga Smirnova, Olga Tzvetkova

Produzent
Lev Shulman

ab 14 Jahren, 80 Minuten
in Russisch mit Übersetzungshilfe

Bürgerhaus Stollwerck, Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln
Infotelefon (0221) 952 60 62 / Kartentelefon (0221) 952 60 61
Festivalbüro TRANSIT, Geisselstraße 15, D-50823 Köln, Telefon
(0221) 9526062, Fax (0221) 9526069, email catbloess@compuserve.com

Preis Bonn

Am Sonntag den 10. Oktober wurde im Rahmen des internationalen Beethovenfestes Robert von Bahrbild robert von bahr für seine "phantasievolle, neue musikalische Landschaften erschließende Repertoirepolitik" die diesjährige  Ehrenurkunde des 'Preises der Deutschen Schallplattenkritik' verliehen. Dieser Preis ist einer der angesehensten im Umfeld der klassischen Musikaufnahmen. Da sich Deutschland als eines der führenden Länder im Bereich klassischer Musikproduktionen darstellt, ist es äußerst selten, daß ein ausländischer Produzent auf diese Art geehrt wird.

Durch eine eigenständige und innovative Programmgestaltung hat Robert von Bahr, der Gründer der schwedischen BIS-Produktion, seit Jahren auch die deutsche Schallplattenszene wertvoll bereichert. Seit dem Start 1973 ist der BIS-Katalog auf mehr als eintausend Titel angewachsen, die zu einem nicht unerheblichen Teil bisher kaum bekannte oder weitgehend wieder vergessene Musik erfassen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erschließung von Kompositionen des skandinavischen und baltischen Raumes. Bahr ist zu danken, daß im CD-Katalog heute neben der Musik von Grieg und Sibelius auch die wichtigsten Werke von Atterberg und Stenhammar, Pärt und Tubin, Leifs und Rautavaara, Kokkonen und Aho vertreten sind. Aber er setzte sich früh auch für die Musik Alfred Schnittkes ein, und ebenso bereicherte er das Angebot des internationalen Klassikrepertoires um originelle Beiträge und Alternativen. So nahm er mit ungarischen Interpreten die überfällige erste Gesamtaufnahme der Werke von Carl Philipp Emanuel Bach in Angriff. Auch die ersten Bände seiner Serie der Bach-Kantaten mit dem Bach-Collegium Japan unter Leitung von Masaaki Suzuki sorgten weltweit für Aufsehen und bestätigten eine der Grundüberzeugungen des Produzenten von Bahr, seinen "festen Glauben an den Wert interkulturellen Austauschs".

Wir freuen uns, dass eine beispielhafte Arbeit in dieser Form ausgezeichnet wird.
Herzlichen Glückwunsch!

Walter Fischer, www.schnittke.de

Uraufführung in Münster

Ich möchte hiermit die Uraufführung meiner Computer-Oper "Der Sprung" nach einem Libretto des Berliner Schriftstellers und Filmemachers Thomas Brasch ankündigen.

"Der Sprung" wird in einer konzertanten Fassung in Münster am 2. und 3. Oktober 1999 um 20 Uhr im Theater im Pumpenhaus aufgeführt werden.

Die Oper beruht auf einer wahren Begebenheit:
Es dreht sich um Wahnsinn, tödliche Schüsse, eine deutsche Universität, das Deutsch-Jüdische Problem und um eine Turmspringerin, die ihren letzten verderblichen Sprung tut. Auf meiner Webseite habe ich die Entstehung der Oper dokumentiert, die aus einem einzigen aufgenommenen Satz des Librettisten abgeleitet wurde. Ausgehend von diesem Satz haben Brasch und ich so ziemlich jeden Aspekt der Oper entwickelt, gelegentlich jedoch in sehr freier Weise.

Während des Kompositionsprozesse habe ich Dutzende von MAX-Programme geschrieben, darunter solche, die neuronale Netzwerke zum Einsatz brachten oder die es mir ermöglichten, mikrotonale Musik automatisch in Finale zu transkribieren.

Der Sprung hat folgende Besetzung:
Sprecherin, 8 Sänger, 3 elektronische und 17 akustische/elektrische Instrumente. Der mittlere Teil, Intermezzo, wurde bereits mit dem 1. Preis der Neuen Akademie Braunschweig für Synthesizerkomposition sowie mit einer Aufführungs- und Förderungsempfehlung der Blauen Brücke, Dresden ausgezeichnet.

Ich möchte Sie einladen, meine WebSeite unter
http://www.mhs-muenster.de/DerSprung.html

oder meine Homepage unter
http://www.mhs-muenster.de/Hajdu.html
zu besuchen. Ich hoffe, Sie im Oktober in Münster begrüssen zu dürfen.

Dr. Georg Hajdu

Das Original...

Hilary und Jackie

Das Leben der du Pré Schwestern im Kino.

Die legendäre EMI - Aufnahme des Elgar Konzertes unter Sir John Barbirolli, gekoppelt mit den "Sea Pictures", gesungen von der großartigen Janet Baker gibt es jetzt als LP in limitierter Sonderauflage bei jedem gut sortierten HiFi Händler. Ein klangliches und interpretatorisches Festessen!

Der Film

amazon Jacqueline du Pré - Ein Genie in der Familie -

DM 48,-bestellen

Mit dem neuen Jahrtausend bekommt die Kölner Philharmonie einen neuen Intendanten:

Dr. Albin Hänseroth, derzeit noch Chef der Hamburgischen Staatsoper, hat viele Verbindungen zum Rheinland. 1939 in Mönchengladbach geboren, promovierte er 1978 an der Kölner Universität mit einer Arbeit über empirische Theaterforschung. Er war Professor für Soziologie und Padägogik der Massenmedien an der Fachhochschule Niederrhein -- eine Tätigkeit, die er mit einer Fülle von Publikationen begleitete. 1990 wurde Hänseroth künstlerischer Direktor des Gran Teatro del Liceu in Barcelona, für das er vorher bereits als künstlerischer und kaufmännischer Berater tätig gewesen war. 1995 wurde er zum Intendanten der Hamburgischen Staatsoper ernannt.

up

home

© clockwork.de

terterian