Multimediales
Bewegungstheater in 6 Bildern und einer Einleitung nach Wassili
Kandinsky
für Pantomime,
Singstimmen,
Instrumentalensemble
und Tonband (russ.)
Deutsch von Jörg Morgener (nach
dem Text der Bühnenkomposition Kandinskys)
Fünf gelbe Riesen
Kind in Weiß
Dicker Mann in Schwarz
Undeutliche Wesen
Menschen im losen Gewand
Menschen in Trikots
Tenor (hinter der Bühne)
Chor (hinter der Bühne)
0,0,2,0 - 0,1,1,0 - Pk, Schl (3 Spieler:
u.a. Flex, Ionika [el. verstärkt], Vibr, Marimb), E-Git, Cel/Klav/Cemb/Org,
Vl, Kb - Kammerchor
40 Minuten
"Der gelbe Klang"
ist eine nahezu abstrakte Komposition aus Farben, Klang und Bewegung, die
Kandinsky in seinem Szenarium genau festgelegt hat. Fünf gelbe Riesen
sind die zentralen Gestalten des ersten, dritten und fünften Bildes;
im Blickpunkt des zweiten Bildes steht eine große, gelbe Blume. Das
vierte Bild spart (wie die Einleitung) die Farbe Gelb aus: Ein Kind in Weiß
neben einer Kapelle mit gesprungener Glocke und ein dicker Mann in Schwarz
bestimmen die Szene. Zu den Riesen bzw. der gelben Blume treten im ersten,
zweiten und fünften Bild menschliche Wesen in unterschiedlichen
Gruppierungen, Haltungen und Bewegungen in spannungsvolle Beziehung,
während im dritten Bild zur Erscheinung der Riesen nur eine
angsterfüllte Tenorstimme erklingt. Das sechste Bild schließlich
zeigt einen großen gelben Riesen, der stetig in die Höhe wächst,
bis er zum Schluß, mit ausgebreiteten Armen dastehend, einem Kreuz
gleicht. Die Choreographie kann diesem Libretto (1912 im "Blauen Reiter"
veröffentlicht) folgen, doch ist - nach Meinung des Komponisten - auch
eine andere tänzerische Lösung denkbar.
© clockwork.de |